Dichtung

Seine traurige deutchsprachige Reise
Eines Tages ist er da gewessen…
Weil er ein bißchen reisen wollte,
Deutsche Einwohner treffen konnte
Und nette Leute worüber helfen.

In Gifhorn dieser Vormittag,
Anfangs war alles heiter in die Stadt,
Später hat er gesagt, ‘fühle nicht wohl´,
Und weinte während der ganzen Nacht.

Deshalb so traurig war in Sachsen,
Als er an dem nächsten Tag erwachte,
War er einander fremd wie nie,
Und alleiner als gestern gefühlt hatte.

Gegen Abend mußte er dann wegfahren.
Denn sein Herz plötzlich wachset,
Mit solchen Straßen ist er gut bekannt.
Er fängt an, schnell zu laufen.

Es riecht nach Fleisch, Kartoffeln und Fisch.
In dieser Stadt dürfte niemand leben.
Am Fenster scheint die Sonne nicht,
Keine Blumen blühn auf den Balkonen.

Doch die Berge sind weiß in Liechstenstein,
Hübsche Häuser bilden die Schweizer,
Seit hundert Jahren warten auf Freiheit,
Gleichheit und Brüderlichkeit die Österreicher.

Die Nacht fällt wie ein großes altes Tuch,
Wenige Elsässicher kommen zu Besuch,
Und sagen mit ihren Herzen was sie denken,
In niemandsland die Sprache ist am wichtigsten.

Die Tage sind so traurig und so krank,
Das Wetter ist schlimm und dunkel.
Die Träume sind doch schön und nett,
Das ist was Männer und Frauen brauchen.

So sieht die Welt in deutschsprachige Länder aus!
Keiner weiß, wohin die Straßen zielen.
An jeder zweiten Ecke steht ein Haus,
In dem welche ein Trauriges Lied spielen.

In Bern redet man Deutsch, auch in Straßburg,
Traurig wurde er in Wien oder Salzburg,
Vielleicht fliegt er bald nach Hamburg,
Um gut zu essen und etwas geniessen.

Dieser Mann mit Sorgen Deutsch spricht,
Er kann nicht mehr lesen, trotzdem,
Weil er nur schlechte Nachtrichten hören wird.
Doch, Nachts kann er nie die Augen schliessen.

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